Gewinner der Freeride Worldtour 2008 - Xavier De Le Rue - überlebt Lawinenunfall mit ABS

28.03.2008

Kurz nach dem Gewinn der Freeride Weltmeisterschaft 2008 überlebt Xavier De Le Rue am 28. März 2008 ein schweres Lawinenunglück fast unverletzt. Bei Dreharbeiten löste sich plötzlich eine Lawine, deren Ausmaß ca. 2000 Meter Länge annahm. Xavier war mit dem ABS Freeride Rucksack ausgerüstet und befand sich dadurch am Ende der Lawine an der Oberfläche von etwa 6 Meter Schnee.

Xavier: „Der ABS Rucksack hat mir gerade das Leben gerettet, ich sollte sogar sagen, dass es an ein Wunder grenzt, dass ich heute noch hier bin.“

Xavier berichtet von dem Lawinenunglück wie folgt:

Geschwindigkeit ist nicht alles – auch wenn Ihr mich oft habt sagen hören, dass Geschwindigkeit Dein bester Freund beim Freeriden ist.
Die richtige Entscheidung zur richtigen Zeit zu treffen ist nicht immer einfach. Im ersten Bereich der Lawine schien es mir noch gut zu gelingen. Das Schneebrett bricht und ich fahre Schuss abwärts mit dem Monster im Rücken. Es scheint zunächst als würde ich am Ende der Fahrt darüber lachen können, bis sich diese eigenartigen Linien im Schnee überall um mich herum formieren. Ich fahre extrem schnell, aber nicht schnell genug. Dieser Berg will mich unten haben - und abwärts geht es mit mir. Es ist Zeit an meinem ABS zu ziehen… Die Lawine ist wirklich groß und bricht nochmals, diesmal in einem noch größeren Ausmaß. Ich spüre den Sturz nicht sehr lange. Ich habe einige wenige Erinnerungen als meine Freunde mich etwa zwei Kilometer weiter unten finden, dann kann ich mich erst wieder an das Krankenhaus erinnern.

Als sie mich an der Oberfläche auf etwa 6 Meter Schnee fanden, glaubten Sie nicht daran, dass ich überlebt haben könnte. Wunder geschehen, und bald realisierte ich, dass es ein Wunder ist, dass ich nach diesem Unfall noch am Leben bin.
Nach zwei Tagen Fotoshooting in diesem Gebiet, konnten wir an dieser Abfahrt keinerlei schlechte Zeichen erkennen und die Lawine oder zumindest das Ausmaß der Lawine war absolut unerwartet.
Ein Bergführer, der auch in der Region unterwegs war, brachte seinen Kunden in einer ähnlichen Abfahrt, Hanglage, Exposiiton und Höhe etc. in eine Lawine (auch er wurde vom ABS gerettet). Er war die gleiche Abfahrt an diesem Tag bereits mehrere Male gefahren, offensichtlich ohne dass sich irgendetwas gelöst hatte. Die Temperatur war zu dieser Zeit drastisch angestiegen und diese Nordabfahrt war auf einmal voller Überraschungen…

Wie auch immer – ich weiß, dass ich mich mehr als glücklich schätzen kann und Teil dieses Glücks war, dass ich einen ABS Rucksack bei mir hatte. Die Fotos zeigen dies sehr eindrucksvoll…

Für mich bedeutet es, dass ich in Zukunft das Gelände noch genauer beobachten werde, aber vor allem ist es ein Zeichen für mich in der Zukunft noch besser auf meine Umgebung zu hören. Mit einem Heli zu filmen ist großartig, aber es benötigt sehr viel Zeit zu kommunizieren und zu fühlen was um Dich herum passiert – und das ist sehr viel größer als du selbst.

Ich konnte das Krankenhaus ohne große Probleme verlassen. "A little bit sore but no big deal."

Photo: Christoffer Sjöström, www.christoffersjostrom.com