GĂ©raldine Fasnacht
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Geraldine Fasnacht
Der Lawine entkommen

Als Freeriderin und Wingsuit-Fliegerin kennt Géraldine das Risiko. Da es aber gleichzeitig ihr Beruf ist, weiß sie entsprechend professionell damit umzugehen. Géraldine ist bekannt für ihre äußerst professionelle und akribische Planung, die oft tage- oder wochenlang dauert. Bisher ist es ihr immer gelungen, die Gefahren richtig einzuschätzen und das Restrisiko zu minimieren-bis zum April 2014, als sie von einer großen Lawine überrascht wurde und keine Chance hatte, ihr davonzufahren...

Schutzengel mit Airbag

"Wir machten Filmaufnahmen auf meinem Hausberg in Verbier, wo ich jedes Couloir kenne. Die ersten beiden Runs waren perfekt, und da die Bedingungen noch gut waren, fuhr ich ein drittes Mal hinauf. Es verging einige Zeit mit Vorbereitungen, und als ich losfuhr, merkte ich, dass sich die Schneedecke in kürzester Zeit verändert hatte." Doch da war es schon zu spät, ein Schneebrett löste sich, die Lawine entfaltete ihre volle Wucht. "Ich wurde mitgerissen und mir war klar, dass ich nichts machen konnte, um rauszufahren. Also zog ich meinen Airbag, das erste Mal in 15 Jahren als Profi. Es fühlte sich an als würde mich jemand an den Schultern packen und nach oben ziehen. Das war mein Schutzengel - mein ABS TwinBag."

Geraldine Fasnacht
Zur Person

In einer bergaffinen Familie in Lausanne aufgewachsen, steht Géraldine mit zwei Jahren auf den Ski, mit 14 fährt sie mit dem Board bereits die schwierigsten Couloirs der Gegend hinunter. Mit 20 zählt sie zu den weltbesten Extrem-Snowboarderinnen, gewinnt dreimal die Verbier X-tremes und zwei Mal einen Freeride World Tour Stopp, gefolgt von zahlreichen Podiumsplätzen. Im Sommer geht sie seit vielen Jahren Wingsuitfliegen - ihre Ziele liegen rund um den Globus verteilt. Ingesamt ist Géraldine rund 250 Tage im Jahr in den Bergen unterwegs.